Vibrator
Ein Dildo der durch einen einbebauten Motor (durch Batterien oder Netzteil betrieben) auf verschiedenen Stufen vibrieren kann. Bei raffinierteren Modellen kreist zusätzlich die Spitze des Dildos. Dildos gibt es mittlerweile in etlichen verschiedenen Grössen, Farben und Formen - vom primitiven Billigprodukt bis zur raffinierten Penis-Nachbildung in allen Einzelheiten (Adern, Eichel, Vorhaut). Benutzen mehrere Personen den Dildo oder wird er zur analen Stimulation verwendet, muss man dem Vibrator ein Kondom überziehen, um Krankheiten zu vermeiden. Reinigen mit Wasser und Seife macht den Dildo zwar sauber aber nicht keimfrei, Desinfektionsmittel dagegen töten zwar die Bakterien, greifen aber die Oberfläche des Dildos an und sind für die zarten Schleimhäute nicht gerade verträglich. Auch daher sollte immer Kondom verwendet werden. Vibratoren sind das am häufigsten benutzte Sextoy!
Meist als Massagestab bezeichnet, wird er in jedem grösseren Versandkatalog angeboten. Vibratoren werden traditionsgemäss mit Frauen in Verbindung gebracht, weil viele mit Hilfe eines Vibrators lernten einen Orgasmus zu haben oder leichter einen Orgasmus zu erreichen. Die meisten Frauen brauchen eine ausdauernde und intensive Stimulierung der Klitoris um zum Höhepunkt zu gelangen.
Gleich zwei Missverständnisse sind in diesem Zusammenhang zu erwähnen. Punkt eins: die Quelle vieler Frustrationen ist der penisförmige Vibrator, vermutlich eines der bekanntesten Modelle. Die Dildoform legt nahe ihn einzuführen, die meisten Frauen haben aber nur dann einen Orgasmus, wenn sie den Vibrator an ihre Klitoris halten, statt ihn in der Vagina auf und ab zu bewegen.
Punkt zwei: Vibratoren sind nicht nur für Frauen - abgesehen davon, dass Vibratoren an jedem Millimeter Körper einsetzbar sind, können sich Männer damit Hoden, Damm, Anus und Eichel massieren. Natürlich eignen sich Vibratoren auch beim gemeinsamen Sex. Männer brauchen sich von einem Vibrator nicht bedroht fühlen, er ist kein Penisersatz, sondern eher eine Art Zusatzgerät, das beiden Freude bereiten kann. Jeder kann einen Vibrator geniessen!
vögeln
vulgärspr. Bezeichnung für koitieren (Geschlechtsverkehr ausüben). Der Begriff stammt vom mittelhochdeutschen "vögen" ab, was "fegen" bedeutet.
Vorhaut
Präputium, beim Manne die verschiebbare Hautfalte, die die Spitze des Penis bedeckt. Beim Knaben reicht sie über die Eichel hinaus, beim erwachsenen Mann bleibt deren Spitze sichtbar. Während der Erektion weicht die Vorhaut bis zum Ende des Penisschaftes zurück, dem Vorhaut-Bändchen (frenulum praeputii) und höchsten Punkt der sexuellen Erregbarkeit.
Vorspiel
Körperkontakt vor dem eigentlichen Geschlechtsverkehr. Das Vorspiel steigert die sexuelle Erregung beider Partner. Das Vorspiel, meist ein Erkunden der erogenen Zonen des Partners. Fellatio und Cunnilingus gehören zu den beliebten Vorspielvarianten.
vorzeitiger-Samenerguß
Ejakulatio Praecox-Diese Störung stellt neben der erektilen Dysfunktion die häufigste Sexualstörung beim Mann dar und ist häufig psychogen, also seelisch bedingt. Jüngste Untersuchungen haben aber auch gezeigt, dass bei einem Teil der Männer mit vorzeitigem Samenerguß eine erhöhte Reizempfindlichkeit der Penishaut und der Eichel im Sinne einer Störung der Penisnerven vorhanden ist. Meistens haben Männer mit Ejakulatio praecox bereits beim Vorspiel oder direkt beim Einführen des Penis in die Scheide einen Samenerguß und vermögen deshalb nicht weiter den Beischlaf auszuüben. Da diese Störung beide Partner gleichermaßen stark betrifft, führt sie, wenn über einen langen Zeitraum bestehend, zu einer tiefgreifenden Störung des sexuellen Harmonisierens in einer Partnerschaft. Früher lag die Behandlung des vorzeitigen Samenergusses meist in den Händen von Sexualtherapeuten. Allerdings hat sich hierbei gezeigt, dass durch alleinige verhaltenstherapeutische Maßnahmen nur 20-30 % der Männer auf Dauer von dieser Störung geheilt werden können, weshalb in den letzten Jahren zunehmend Medikamente eingesetzt werden. In diesem Zusammenhang hat sich das Auftragen einer lokal betäubenden (anästhesierenden) Salbe ( das Medikament: EmlaŽ) 20-30 min. vor dem Geschlechtsverkehr auf Eichel und Bändchen bewährt. In Tablettenform haben sich auch Psychopharmaka wie Clomipramin (AnafranilŽ) oder sogenannte Serontonin-Wiederaufnahmehemmer wie Sertralin, Paroxetin, Fluoxetin, um nur einige zu nennen, bewährt. Alle genannten Substanzen müssen 4-6 Stunden vor dem Koitus eingenommen werden. Schließlich hat sich auch die Einnahme von Sildenafil (ViagraŽ) bei Ejakulatio praecox als erfolgreich herausgestellt. In jüngster Zeit wurden auch Operationsmethoden mit dem Ziel, die überempfindlichen Nerven zu zerstören, entwickelt.
Voyeur
Passiver Zuschauer. Mag es, anderen beim Sex zuzuschauen.
Andere Begriffe: Schlüssellochgucker, Upskirt (English für unters Höschen geschaut), Pantie/Panty (Unterhöschen).
Voyeurismus
Sexuelle Neigung bei der mehr sexuelle Lust beim Beobachten eines Geschlechtsverkehrs empfunden wird als beim Vollzug selbst. Gewisse voyeuristische Gelüste hat aber jeder Mensch. Wer in einem Film Liebesszenen beobachtet, wer anderen gern beim Küssen oder Ausziehen zusieht, verhält sich im Grunde bereits voyeuristisch. Das Bedürfnis, anderen beim Liebesspiel zuzusehen, kann auch beim Gruppensex oder beim flotten Dreier befriedigt werden. Oft wird aber der Genuss des Voyeurismus noch durch die Heimlichkeit und damit verbundene Anonymität gesteigert. Wer seine Neigung so auslebt, schleicht sich oftmals in Parks an Liebespaare an und versucht so nahe an die Liebenden heranzukommen, dass ihm kein Geräusch und keine Geste entgeht. Der Voyeur befriedigt sich dann meist selbst.
Vulva
Der Oberbegriff für die äusseren Geschlechtsorgane der Frau, z.B. die grossen und kleinen Schamlippen.
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