Sex-Lexikon vom Erotikchat Jenny S.

Schamlippen Die Hautfalten, die den Eingang der Scheide bedecken. Es gibt die kleinen und großen, oder man sagt auch inneren und äußeren, Schamlippen. Sie sind eine Teil der Geschlechtsorgane der Frau. Eine andere Bezeichnung dafür ist Venuslippen.
Scheide Vagina Bezeichnung für die (weibliche) Scheide. Dehnbarer, muskeldurchzogener und mit einer Schleimhaut ausgekleideter Schlauch, der von der äußeren Scham zum Gebärmutterhals führt. Die Vaginal-Flora mit den "Döderleinschen Milchsäurebakterien" schützt alle weiblichen Geschlechtsorgane vorm Eindringen gesundheitsschädigender Keime. Am Vaginaleingang ist vor dem ersten Geschlechtsverkehr das Jungfernhäutchen (Hymen). Nur im vorderen Drittel der Vagina befinden sich Lustnerven. Beim Eindringen des Penis (Penetration) verengt sich die Scheide im vorderen Bereich, der Penis rutscht nicht so leicht heraus, und die Frau empfindet die Penisreibung stärker. Die Verengung ist bei manchen Frauen so stark, dass der Mann sie wie eine Umklammerung seines Penis spürt. Der hintere Bereich der Scheide dagegen weitet sich, damit die Spermien leichter den Weg zum Muttermund und dort zum Ei finden. Beim Liebesspiel mit zunehmender Erregung der Frau wird die Scheide feucht, um das Eindringen des Penis zu erleichtern. Eine trockene Scheide kann auf hormonelle Einflüsse (z.B. Absetzen der Pille) oder ein zu kurzes oder unbefriedigendes Vorspiel zurückzuführen sein. Andererseits gibt es Frauen, deren Scheide auch bei sexueller Erregung kaum feucht wird und die dennoch sexuelle Lust erleben.
Scheidenkrampf Vaginismus , Abwehrreaktion gegen Berühren des Scheideneingangs oder gegen das Einführen von Penis, Dildo oder Finger in die Scheide. Neben der Muskulatur an Scheideneingang und Beckenboden verkrampft auch die Oberschenkelmuskulatur und führt zu einem Zusammenpressen der Beine. Vaginismus tritt oft auch bei nichtsexeueller Berührung (z.B. bei einer frauenärztlichen Untersuchung) auf. Vaginismus hat fast immer seelische Ursachen. Neben krankhaften Störungen kann auch Dyspareunie (Nichtzusammenpassen der Partner) ein Grund sein. Am häufigsten jedoch tritt Vaginismus nur vorübergehend und meist bei sehr jungen Frauen auf. Ängste vorm Sexualverkehr aus Unerfahrenheit können dafür verantwortlich sein. Durch geduldiges Verhalten und behutsames Vorgehen kann der Mann seiner Partnerin helfen, solche Ängste zu überwinden.
Schlittenfahrt auch finnische Schlittenfahrt genannt. Besondere Sexstellung, bei der der Mann sich zwischen die Beine der auf dem Rücken liegenden Frau kniet, ihr Becken hebt und in sie eindringt. Während ihr Po auf seinen Unterschenkeln lagert, beugt er seinen Körper über sie und "fährt mit ihr Schlitten". In dieser Stellung soll die Frau ihren Partner besonders intensiv spüren.
Schwellkörper Im Glied befinden sich drei besondere Blutgefäße, an deren Ausgang Muskeln sitzen, die sich bei Erregung zusammenziehen und verhindern, dass das Blut wieder abfließen kann. Dann schwellen diese Gefäße an und sorgen dafür, dass der Schwanz sich aufrichtet und groß und fest wird. Der Mann bekommt einen Ständer.
Schwangerschafts-Zeichen Das erste Zeichen einer Schwangerschaft ist normalerweise das Ausbleiben der Regelblutung, weil das Schwangerschaftshormon den Zyklus unterbrochen hat. Außerdem spürt die Frau ein Spannen in den Brüsten und häufig ist ihr morgens auch übel. Die Anzeichen sind aber von Frau zu Frau sehr verschieden, und keine der oben genannten Dinge muss durch eine Schwangerschaften verursacht sein. Um schnell Sicherheit darüber zu bekommen, ob dies Zeichen einer Schwangerschaft sind, sollte die Frau bei einer Ärztin einen Schwangerschaftstest machen lassen.
Schmerz Was Anhänger schmerzvoller Sexualpraktiken schon immer wussten, bestätigt jetzt eine Studie amerikanischer Neurologen: Die Reize für Vergnügen und für Schmerz werden teilweise in den gleichen Gehirnregionen verarbeitet. Sie untersuchten per Kernspintomographie, welche Areale des Gehirns von 8 Probanden aktiviert werden, wenn diese an ihren Händen kurze, schmerzhafte Hitze-Reize verspüren. Dabei stellte sich heraus, dass nicht nur die bekannten Schmerzverarbeitungszentren des Gehirns in Aktion traten, sondern auch das Belohnungssystem, das sonst bei Drogen, Sex oder Essen Wohlbefinden verbreitet. Diese Gehirn-Bereiche reagierten sogar schneller auf den Schmerz als die Nerven des eigentlichen Schmerzzentrums. Die Reizmuster von Schmerz und Vergnügen unterschieden sich aber voneinander. Die Studienleiter nehmen an, dass das Hirnareal, von dem man bisher annahm, dass es nur angenehme Gefühle verarbeitet, eigentlich dazu da ist, alle Reize, die für unser Überleben wichtig sind, zu beurteilen
Schwanzlady auch Transsexualismus. Der Transsexuelle fühlt eine Diskrepanz zwischen biologischem und psychologischem Geschlecht. Er fühlt sich im falschen Körper. Die modernen Medizin macht es möglich, durch chirurgische Eingriffe das Geschlecht bis zu einem gewissen Grad zu ändern. So läßt sich beispielsweise bei einer Frau operativ ein Penis einpflanzen oder aufbauen (unter Verwendung ihres Kitzlers), er ist aber nicht erektionsfähig. Dennoch verhelfen die Operationen in den meisten Fällen, den Leidensdruck Transsexueller zu vermindern. In Deutschland regelt seit 1981 ein Transsexuellengesetz alle Maßnahmen für die korrigierenden chirurgischen Eingriffe und die Personenstandsänderungen. Lange Zeit machte die Wissenschaft keinen klaren Unterschied zwischen Transsexualität und Transvestitismus. Erst in den 50er Jahren trennte die Sexualpsychologie beide Formen, die sich deutlich voneinander abgrenzen lassen.
schwedisch Koitustechnik, bei der die Frau den Penis an der Wurzel so umfaßt, daß die Vorhaut straff zurückgezogen wird. Die Eichel liegt frei und bewirkt, daß der Mann schneller zum Orgasmus kommt. Außerdem ist es möglich zu koitieren, wenn das Glied nicht vollständig erigiert ist. Florentinischer Sex wurde viel von Prostituierten praktiziert, die wollten, daß ihre Kunden schnell "fertigwerden".
schwul Bezeichnung für männliche Homosexualität: Homosexuelle Männer sind schwul. Das Wort stammt von schwül (= warm) ab und basiert auf einem Irrglauben früherer Jahrhunderte: Man meinte, die Haut homosexueller Männer fühle sich wärmer an (daher auch der Begriff "warmer Bruder"). Homosexuelle Männer bezeichnen sich heutzutage selbst als schwul.
Selbstbefriedigung Handlungen am eigenen Körper, um ohne Partner sexuelle Erregung zu erzeugen, meist bis zum Orgasmus.
Sex Im ursprünglichen Sinne von dem lateinischen "sexus" stammend, bedeutet es das männliche oder weibliche Geschlecht. Diese Bedeutung hat es auch heute immer noch in der englischen Sprache beibehalten. Im deutschen Sprachgebrauch heißt Sex eher die Abkürzung für Sexualität oder auch umgangssprachlich für die erotische Ausstrahlung eines Menschen. Das Wort umfaßt allerdings in erster Linie alle erotischen Handlungen einschließlich Geschlechtsverkehr und Vorspiel in sämtlichen Variationen.
Sexaholic Sie werden scherzhaft "Don-Juan", "Sexaholiker" oder "Nymphomanin" genannt: Menschen, die sexuell als unersättlich gelten. Sie sind immer auf der Suche nach dem nächsten Liebesabenteuer, aber wenn sie es gefunden haben, bleiben sie unbefriedigt zurück. Mit Spaß hat das Leben solcher Menschen oft nichts zu tun. Sie leiden unter ihrem Verhalten, können es aber nicht selbst ändern. Diese Menschen sind krank. Der Sexsüchtige muss erkennen, dass er krank ist. Ein schwieriger Prozess für einen Abhängigen, der oft erst dann einsetzt, wenn Krankheiten und Depressionen auftreten oder Selbstmordgedanken auftauchen.
Sexuelle-Phantasien In den Gedanken ist alles möglich. Phantasien sind "Sex ohne Grenzen" im Kopf. Wir können uns alles ausdenken, wozu wir Lust haben, und es in unserer Vorstellung auch tun. Sexuelle Phantasien können eine Möglichkeit sein, Wünsche und Bedürfnisse zu entdecken und auszuprobieren. Die meisten Menschen, Männern und Frauen, machen sich bei der Selbstbefriedigung mit dem "Kino im Kopf" ihre eigenen Sexfilme. Sexuelle Phantasien machen in den meisten Fällen einfach Spaß. Es kann aber auch vorkommen, dass man sich vor Dingen erschreckt, von denen man in der Vorstellung erregt wird. Zum Beispiel jemanden zum Sex zu zwingen oder selber dazu gezwungen zu werden. Sich etwas auszudenken heißt aber nicht, dass man es auch wirklich tun will. Andererseits können häufige homosexuelle Phantasien ein Signal sein, dass man sich Sex mit einer gleichgeschlechtlichen Partnerin bzw. einem gleichgeschlechtlichen Partner wünscht, sich aber bisher nicht traut, es auch auszuprobieren. Wenn sexuellen Phantasien so verwirrend oder beängstigend werden, dass man darunter leidet, sollte man mit einer Vertrauensperson darüber reden.




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